Der Übergang aus der Klinik in die außerklinische Versorgung im eigenen Zuhause ist kein einzelner Tag, sondern ein Prozess von einigen Wochen. Wer diesen Prozess versteht, kommt ruhiger dort an, wo es hingehen soll: nach Hause.
Frühzeitig sprechen – nicht erst am Entlasstag
Je früher der Kontakt zwischen Klinik, Familie und Pflegedienst entsteht, desto ruhiger verläuft der Übergang. Optimal ist eine erste Anfrage, sobald absehbar ist, dass eine Pflege zuhause bei Beatmung oder eine vergleichbare Intensivpflege zuhause medizinisch möglich sein könnte.
Was in dieser Phase geklärt wird
- Medizinischer Status und benötigte Versorgung (Beatmung, Tracheostoma, Monitoring).
- Räumliche Voraussetzungen zuhause – meist reicht mehr, als Familien zunächst annehmen.
- Hilfsmittel und deren Lieferung an die Wohnadresse.
- Kostenzusage der Krankenkasse und, falls relevant, der Pflegekasse.
- Zusammenstellung des Pflegeteams für die Übernahme.
Die letzten Klinikwochen sinnvoll nutzen
In dieser Zeit können Angehörige – wenn sie das möchten – von der Klinik in bestimmte Handgriffe eingewiesen werden. Wichtig: Sie sollen dabei kein Ersatz-Personal werden. Es geht darum, Sicherheit im Umgang mit der neuen Situation zu gewinnen. Mehr zur Rolle Angehöriger.
Der Umzug nach Hause
Am Übernahmetag begleiten wir den Transfer aus der Klinik nach Hause eng. Vor Ort ist ein Pflegeteam anwesend, das die Situation kennt. Die ersten 24 bis 48 Stunden sind erfahrungsgemäß die intensivsten – danach kehrt spürbar Ruhe ein.
Und wenn etwas nicht wie geplant läuft?
Dann sprechen wir darüber. Wir versprechen keinen perfekten Ablauf, aber verlässliche Erreichbarkeit – auch nachts. Unsere 24-Stunden-Rufbereitschaft steht auch nach der Übernahme zur Verfügung.
Vertiefte klinisch-fachliche Informationen zu Beatmung, Tracheostoma oder Krankheitsbildern wie ALS, MS, Wachkoma oder nach Schlaganfall finden Sie auf unserer nationalen Fachseite ausserklinischeintensivpflege.com.
Steht bei Ihnen ein Übergang aus der Klinik bevor?
Je früher wir sprechen, desto ruhiger wird der Weg.
Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle medizinische Beratung. Behandlungsentscheidungen treffen ausschließlich die behandelnden Ärztinnen und Ärzte.
